Java und die Vulkanberge

Beim Aufstieg auf den Vulkan Bromo ahnte ich noch nicht welch überwältigendes Gefühl mich beim Überqueren der letzten Kuppe überkommen würde. Tränen schossen mir in die Augen und es blieb mir buchstäblich die Luft weg. Noch nie hatte ich so tief in ein unfassbar großes Loch direkt in das Innere der Erde geblickt. Es war als wäre ich mit dem Mittelpunkt der Erde verbunden. Und dieser Mittelpunkt, hunderte Meter unter mir dampfte und zischte und brodelte. Schwefelsaure Schwaden zogen ätzend in die Nase und es bot sich ein wildes Farbspektakel in grün, weiß und schwarz. Ein Teufelsloch. Und teuflisch schön.

Java beeindruckt mit romantisch im Licht glänzenden Reisfeldern, tropischen Wäldern und langen Sandstränden. Java ist aber auch ein Riesendurcheinander an Verkehr, hunderten Garküchen, exotischen Gerüchen in lebhaften Märkten. Und der Muezzin schallt aus dutzenden Lautsprechern über mehrere Stunden am Tag. Java ist eine große Ladung modernen Lebens mit einer uralten Kultur als stützendes Rückgrat.

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